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Bericht zur Mitgliederversammlung BW
agrar 11/2012 von Michael Neub
Den Führungsstab weitergegeben
Maschinenring Ulm-Heidenheim tagt in Setzingen
Nach 33 Jahren ehrenamtlichen Engagements für die
Maschinenringidee ist der Vorsitzende des MR Ulm-Heidenheim,
Manfred Jakob, nicht mehr zur Wiederwahl angetreten. An seine
Stelle wählte die Mitgliederversammlung am 7. März 2012
Christian Wittlinger (49) aus Beimerstetten Eiselau

Christian Wittlinger, neuer 1. Vorsitzender
mit dem scheidenden Vorsitzenden Manfred Jakob (Foto:
Michael Neub)
Mit dem Ausscheiden Jakobs geht für den 1.100
Mitglieder zählenden Maschinenring eine facettenreiche und von
wichtigen Veränderungen geprägte Ära zu Ende, machte
Vorstandsmitglied Jakob Späth beim Überreichen einer
Ehrenurkunde an Manfred Jakob in der vollen Birkenfeldhalle
deutlich. In den 33 Jahren seiner Amtszeit, zunächst im Beirat
des MR Ulm, dann im Vorstand und ab 1999 als erster
Vorsitzender, habe Jakob viel bewegt und gestaltet.
Beispielhaft nannte Späth die Erschließung von gewerblichen
Zuerwerbsmöglichkeiten, die Gründung der BHD-Sozialstation im
Jahr 1995 sowie die Fusion mit dem Heidenheimer Nachbarring im
Jahr 1997.
Jakob habe das Wachsen des Maschinenrings
maßgeblich mitgeprägt.
So wurden die Dienstleistungsangebote für die Mitglieder
gleichermaßen ausgeweitet, wie der MR als Partner für Gewerbe
und Kommunen professionalisiert.
Eine solche Leistungs- und Wertentwicklung trage nicht
unwesentlich zum Einkommen der Mitgliedsbetriebe bei, lobte
Landesvorsitzender Rolf Zobel. Der Landesverband der
Maschinenringe werde seine Anerkennung für die Leistungen
Jakobs in Form der silbernen Ehrennadel bei der
Mitgliederversammlung im Sommer zum Ausdruck bringen, kündigte
Zobel an.
„Mir hat die Arbeit immer sehr viel Freude bereitet“,
versicherte der Geehrte, „jetzt ist aber die richtige Zeit,
den Platz frei für neue Ideen und Initiativen zu machen.“
Aufgaben gebe es genug, meinte Jakob.

Die vollbesetzte Halle (Foto: Joachim Hilt)
Der MR müsse weiter intensiv daran arbeiten,
den technischen Fortschritt für die Mitglieder auf die Höfe zu
bringen, damit diese im wachsenden Wettbewerb auf
globalisierten Märkten mithalten könnten. Andererseits stünden
professionell arbeitende Betriebe immer mehr unter der
kritischen Beobachtung der Bevölkerung. Dem müsse man mit
aktiver und intelligenter Imagewerbung begegnen.
Ferner gelte es, die Betriebe im ländlichen Raum in die
Energieproduktion maßgeblich einzubinden, sei es bei Biogas,
Fotovoltaik oder Windkraft. Der Run auf landwirtschaftliche
Flächen als Standort solcher Anlagen werde zunehmen „und das
sollten wir nicht aus den Händen geben“, warnte Jakob.
Auf wie vielen Feldern der MR bereits aktiv ist, machten die
Geschäftsführer Joachim Hilt und für die Agrar
Dienstleistungs-GmbH (ADG) Helmut Wolf deutlich.
Zwar konnte der Gesamtverrechnungswert mit 5,48 Millionen Euro
aufgrund von Umsatzrückgängen im gewerblichen Bereich nicht
ganz die Vorjahresmarke von 6,08 Millionen Euro erreichen, der
langjährige Wachstumstrend blieb jedoch ungebrochen.
Etwa 36 Prozent der Verrechnungswerte entfallen auf die
Maschinenvermittlung, 21 Prozent auf die Betriebshilfe und 43
Prozent auf Kommunalarbeiten und Landschaftspflege.
Bei der Betriebshilfe leisteten die 14 Einsatzkräfte rund
10.000 Stunden und über die BHD-Sozialstation GmbH waren 37
hauswirtschaftliche Fachkräfte bei rund 270 Einsätzen über
33.600 Stunden zur Stelle.
Die Zahlen entsprächen in etwa dem Mittel der letzten zehn
Jahre, sagte Hilt.
Ferner wurden unter anderem über den MR
Trichogramma-Bestellungen für über 1.000 Hektar Maisfläche
abgewickelt, 50 Feld-Stall-Bilanzen erstellt, die
Naturdungbörse Donauried mit 8.400 cbm Überschussgülle
verwaltet und eine Vielzahl von weiteren Ringleistungen
organisiert.
Über die ADG wurden 29 Fotovoltaikanlagen mit insgesamt 1.220
kWpeak vermittelt und für 176 Mitglieder etwa eine Million
Liter Dieselkraftstoff und 83.000 Liter Heizöl eingekauft.
Ebenso wurden Sammelbestellungen von Schmierstoffen,
Maissaatgut (385 Einheiten), Silofolien und vielem mehr
durchgeführt.
Witterungsbedingt und durch Wegbrechen von Einsätzen bei der
Deutschen Bahn fehlten beim Winterdienst laut Wolf über
300.000 Euro Umsatz.
Weil auch noch Häckselplätze der Stadt Ulm weggefallen sind,
reduzierte sich der ADG-Umsatz von 3,1 auf 2,3 Millionen Euro.
Dies hat dann in der Summe den Rückgang des
Gesamtverrechnungswertes hervorgerufen.

von links: ADG-Geschäftsführer Helmut Wolf, 2. Vorsitzender
Jakob Späth,
Manfred Jakob, MR-Geschäftsführer Joachim Hilt
und Rolf Zobel, Vorsitzender des Landesverbandes (Foto:
Michael Neub)
Umfangreich fielen die turnusmäßigen Wahlen
aus. Neu in den Vorstand und als dessen erster Vorsitzender
wurde Christian Wittlinger aus Beimerstetten-Eiselau bestimmt.
Aus den Gremien ausgeschieden sind Gerhard Geywitz,
Blaustein-Bermaringen (nach 17 Jahren); Ernst Müller,
Langenau (20 Jahre, davon
14 Jahre in der Vorstandschaft); Ulrich Niess, Sontheim an der
Brenz (drei Jahre); Martin Schuster, Dischingen-Ballmertshofen
(neun Jahre); Paul-Martin Seiffert, Beimerstetten-Eiselau (19
Jahre), sowie Philipp Aspacher vom Bauernverband Ulm-Ehingen
(fünf Jahre).
Hierfür wählten die Mitglieder Alexander Häckel,
Langenau-Osterstetten; Hartmut Kümmerle von der Domäne
Falkenstein; Benjamin Lenz, Lonsee; Jürgen Späth,
Blaustein-Bermaringen; Günter Thierer, Herbrechtingen, und für
den Bauernverband Ulm-Ehingen Roman Gottschalk in den Beirat.
Alle anderen Vorstands- und Beiratsmitglieder wurden
einstimmig im Amt bestätigt.
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Maiszünslerbekämpfung mit Trichogramma
Wir bieten Ihnen jedes Jahr an, Trichogramma-Schlupfwespen zur
Maiszünslerbekämpfung preisgünstig über uns zu beziehen.
Im Jahr 2011 wurde über die Agrar Dienstleistungs-GmbH über
1000
ha Maisfläche mit dieser biologischen Methode behandelt, die
über MEKA gefördert wird.
Sie haben die Wahl zwischen Rähmchen zum Aufhängen und Kugeln
zum Streuen, wobei mittlerweile zu über 90% Rähmchen verwendet
werden.
Beim Aufhängen der Rähmchen ans Maisblatt ist der Wirkungsgrad
tendenziell besser.
Die Kugeln können bei Regen aufweichen und dadurch teilweise
unbrauchbar werden. Zudem kann die Ausbringung problematisch
sein, wenn der Mais bereits
etwas höher ist.
Im Jahr 2011 erfolgte die Ausbringung am 14.06. und am 27.06.
Die Termine sind von der Flugintensität
des Maiszünslers
abhängig und werden in Abstimmung mit dem Ulmer Fachdienst für
Landwirtschaft festgelegt.
Gebrauchsanweisung

Bestellungen erwünscht
bis 23. April 2012
Spätere
Bestellungen sind möglich.
Da es
sich aber um Lebewesen handelt, kann die Lieferung bei einer
späten Bestellung nicht garantiert werden.
Rückfragen richten Sie bitte an
Joachim Hilt
Tel. 07345/9691-10
Mail an Herr Hilt |